Explosionen erschüttern Bulgariens Hauptstadt Sofia

03.Juli 2008

In Bulgariens Hauptstadt Sofia waren heute morgen mehrere Explosionen hörbar und spürbar. Nahe dem Vorort Chelopechene explodierte gegen 6:30 Uhr ein Munitionsdepot, noch über mehrere Stunden hinweg waren immer noch weitere kleinere Explosionen zu hören. In dem Munitionslager befand sich ausgediente Munition aus der kommunistischen Ära, die entsorgt werden sollte, insgesamt knapp 1500 Tonnen. Rund 2500 Einwohner des Dorfes Chelopechene wurden wegen der Gefährdung durch Granatensplitter vorsorglich evakuiert. Außerdem musste der nahgelgene internationale Flughafen von Sofia kurzzeitig geschlossen werden, da Munitionssplitter in die Nähe der Start- und Landebahnen geflogen sind. Durch die Druckwelle der Explosion gingen weiterhin eine Vielzahl an Fensterscheiben zu Bruch, der Himmel über Sofia war aufgrund einer Rauchwolke in ein dunkles Grau getaucht.
Da es sich in dem Munitionsdepot nur konventionelle Munition befand, besteht keine Gefahr einer radioaktiven, biologischen oder chemischen Verseuchung der Umgebung. Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass nun keine Gefahr mehr von dem Munitionslager ausgehen werde - ein Großteil der Munition sei bereits explodiert.

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